IT kümmert sich zu wenig um Klimaschutz
Okt 31st
Die IT-Branche kümmert sich laut Greenpeace zu wenig um die Umwelt und um den Klimaschutz. Greenpeace hat die IT-Unternehmen nach drei verschiedenen Kriterien bewertet. Diese Untersuchung hat ergeben, dass bei den IT-Unternehmen noch viel Potenzial vorhanden ist.
Zum 2. Mal hat Greenpeace das Cool-IT-Ranking veröffentlicht. Die Liste führt Unternehmen auf, die sich um den Klimaschutz kümmern. Die Unternehmen werden bei diesem Vorgang an Hand eines augeklügelten Systems bewertet. Dieses beinhaltet drei Kernfragen:
- Inwieweit sich die Firmen bemühen, ihre eigenen Treibhausgas-Emissionen zu reduzieren,
- IT-Lösungen für andere Wirtschaftszweige zur Emissionsreduktion anbieten und,
- ob sie sich in der Öffentlichkeit für die Reduktion der Treibhausgas-Emissionen aussprechen.
Diese Untersuchung hat ergeben, dass IBM in diesem Bereich momentan das führende Unternehmen ist. IBM erzielte 43 von 100 möglichen Punkten. Der Konzern sei mit seinen Projekten zur Entwicklung von Klimaschutzlösungen für den städtischen Bereich gut positioniert, setze sich aber dennoch zu wenig für den Aufbau einer klimafreundlichen Wirtschaft ein, so Greenpeace. Google, das neu in dieser Rangliste mit dabei ist belegt immerhin den vierten Platz. Greenpeace weiter: “Google bemüht sich politisch am stärksten um den Klimaschutz, legt aber seine eigenen Treibhausemissionen nicht offen.”
Viel Potenzial
Greenpeace erwähnt, dass alle IT-Firmen noch ein enormes Potential hätten. Die von der IT-Industrie in Auftrag gegebene Studie Smart 2020 zeigte, dass die IT-Branche enormes Potenzial zur Verringerung des weltweiten Treibhausgasausstosses hätte, indem sie intelligente IT-Lösungen für andere Branchen entwickelt. IT-Giganten wie Google, Microsoft und IBM zögern bislang jedoch noch, sich in der Öffentlichkeit für die dringende Notwendigkeit einer Reduktion der CO2- Emissionen auszusprechen.
